Bildungsprofil des Benediktinergymnasiums Ettal
Die Tradition der Ritterakademie
Gegründet wurde die Ettaler
Schultradition bereits
zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Am 7. August 1710 konnte Abt Placidus II.
Seitz durch den Fürstbischof von Freising, Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck,
den Grundstein der damaligen Ritterakademie legen lassen. Schon damals gab
es ein sich von den Gymnasien in der Städten abhebendes Bildungsprofil,
das zum selbstverständlichen Kanon der humanistischen Ausbildung mit
Latein und Griechisch Wert auf
moderne Fremdsprachen, auf Geschichte und Geographie, aber auch
auf praktisch-gesellschaftliche Disziplinen legte und darüber hinaus die
geographische Abgelegenheit als Chance begriff, auch die religiöse Dimension der
Erziehung junger Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Dieser neue Lehrplan zeigt sich später als wegweisend für die allgemeine Schulbildung.
So wurde er wenige Jahre darauf von den Jesuiten für ihre Schulen
übernommen.
Die drei Säulen des Ettaler Bildungsprofils
Aus dieser Tradition kommend ruht unser
Schulkonzept unter Einbeziehung der Neuerungen des G 8 auf drei Säulen:
wobei die Gesamtheit der drei Säulen
und ihre Bezogenheit aufeinander, ihre Abgestimmtheit und ihre Harmonie
das eigentliche Proprium des Ettaler Bildungsprofils und Schulkonzepts
ausmachen. Es garantiert, dass nicht nur einzelne Teile wie Intellekt oder
Körper ausgebildet werden, sondern der ganze Mensch als Person in der
Blick gerät, ernst genommen und als Persönlichkeit gebildet wird.
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Im Schulwappen, das von Pater Stephan Schaller entworfen
wurde, ist diese Einheit der drei Bereiche ebenso angelegt:
Der kaiserliche Adler trägt in der einen Klaue die
Schriftrolle als Zeichen für die Wissenschaft und anstrengende
Arbeit im Unterricht; in der anderen Klaue trägt er ein
Musikinstrument und einen Pinsel als Zeichen für Musik und Kunst
und als Hinweis darauf, dass wir die jungen Menschen neben dem
alltäglichen Unterricht auch durch die Kunst ansprechen und
fördern wollen.
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An sechs Tagen in der Woche wird Unterricht erteilt. Auf diese Weise bleiben die Nachmittage in der Unter- und Mittelstufe vom Pflichtunterricht frei und können für Sport, Musik,
Hausaufgaben, Spiel und Freizeit genutzt werden. Als Ausgleich für den Samstagsunterricht gibt es einige zusätzliche
Ferientage.

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